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Saving the Shoot

Nach langer Pause hatte ich für diesen Samstag mal wieder einen Foto-Shoot organisiert: Etwas experimentelles mit Lichteffekten.
Der Studiotermin war gemacht, ein tolles Model gefunden mit dem ich bereits zuvor erfolgreich zusammen gearbeitet hatte und sogar eine Visagistin zum Schminken. Alle Zeichen standen gut für einen kreativen Samstag-Nachmittag. Doch eine folgenschwere Nachricht sollte alles ändern…

Die Nachricht
Am Freitagabend traf ich mich gerade mit einer Freundin um noch etwas wegzugehen, als mich eine Nachricht meines Modells erreichte. Quintessenz: Sie ist krank. Bummer. Was tun? Ohne Model kein Shoot. Diverse Szenarien spielen sich im Kopf ab. Absagen? No Way! (Zu dem Zeitpunkt habe ich nicht einmal die Handynummer der Visagistin) Außerdem ist es mittlerweile schon nach Mitternacht, kein guter Zeitpunkt Menschen zu erreichen.

Saving the Shoot
Aber hey, wir sind doch gerade unterwegs, durchaus attraktive Mädchen tanzen um uns herum, was ist die schlaue Schlussfolgerung? Spontan ein neues Model casten!
Allerdings leichter gesagt, als getan… Ich habe den Eindruck, Typen in Tanzlokalitäten, die Mädchen ansprechen, um sie zu fotografieren, haftet eine schwer abzuschüttelnde Aura des Misstrauens an.
Keine Zeit, kein Interesse, kein Model - noch immer.

Aber ein paar Optionen sind ja noch auf dem Tisch. Noch in der Nacht schreibe ich eine SMS an ausgewählte Modelle aus der Umgebung, mit denen ich schon gut zusammen gearbeitet habe. (Sorry Ladies, wenn ich euch geweckt habe)

Müde falle ich ins Bett und weiß, dass mich ein interessanter Tag erwartet, wenn ich aufwache - Ausgang ungewiss.

Eine unruhige Nacht später, packe ich die letzen Sachen zusammen und fahre ins Studio. Weder bei facebook, noch über alle anderen Wege habe ich bisher ein Model gefunden. Ich habe noch ziemlich genau 30 Minuten bevor mein Make-Up Artist vor der Tür steht. Nicht gerade professionell. Und gerade bei der ersten Zusammenarbeit eigentlich inakzeptabel.

Ich nutze also die verbleibende Zeit, um zu retten was zu retten ist: Auf in die nahe Einkaufspassage und Ausschau gehalten nach attraktiven Damen. Vielleicht ist es mein Karma, vielleicht eine Kombination ähnlicher Faktoren wie oben, vielleicht der Zeitdruck: Ich finde niemand passenden oder die passenden Mädels haben “keine Zeit”.

Zurück vor dem Studio steht schon die Visagistin. Sie nimmt die Nachricht erstaunlich gelassen und ist auch sonst ganz entspannt.

Die Wende
Das gibt neue Hoffnung. Wir wägen gerade die Optionen ab während unsere beiden Autos von blau gekleideten Personen mit gelben Zetteln am Scheibenwischer geschmückt werden und entscheiden uns noch einen letzten Versuch zu unternehmen, den Shoot zu retten. Zurück vor die Türen von zara, H&M und Co. geht alles erstaunlich schnell: Wir entdecken eine Gruppe von 3 Mädchen, die ganz attraktiv aussehen und fragen sie, ob sie Lust haben, Fotos zu machen. Und nach kurzer Erklärung sagen sie zu! Wohoo! Der Shoot ist gerettet.

Danke an Judith, Nora und Juliana für eure Spontaneität!

Fazit
Was haben wir gelernt?
1. Niemals zu früh aufgeben.
2. Modelsuche zu zweit (und vor allem mit weiblicher Begleitung) ist weitaus einfacher.
3. Ein Punkt, den ich evtl. in einem anderen Post mal beleuchte: Eine gute Vorbereitung ist alles! (Wegen der Hektik und der Sucherei konnte ich nämlich das Setup noch nicht aufbauen und testen, was einiges smoother gemacht hätte…)

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